Airbnb vermieten 2026 — Als Vermieter starten, Kosten & Superhost

Airbnb Provision für Vermieter 2026: 3 % oder 15,5 % — was gilt jetzt?

Airbnb hat sein Gebührenmodell geändert: Seit Dezember 2025 zahlen Gastgeber in Deutschland eine einheitliche Host-Only-Gebühr von 15,5 % — statt der früheren 3 % plus einer Gastgebühr. Dieser Artikel erklärt, was sich geändert hat, wie du deine Preise anpassen musst und wie du die ProvisionMaklerprovision bei Vermietung – seit 2015 zahlt derjenige der den Makler beauftragt.Weiterlesen → steuerlich absetzt.

Das alte Modell vs. das neue Modell

Airbnb hatte jahrelang ein Split-Fee-Modell: Gastgeber zahlten ca. 3 %, Gäste zahlten separat ca. 14 %. Das Problem: Gäste sahen die hohen Gastgebühren erst beim Checkout — was zu vielen Buchungsabbrüchen führte. Superhost-Status bringt mehr Buchungen.">AirbnbWeltweit größte Plattform für Kurzzeitvermietung – Superhost-Status bringt mehr Buchungen.Weiterlesen → hat das Modell deshalb vollständig umgestellt.

ModellHost zahltGast zahltEffektiv
Split-Fee (bis 2025)~3 %~14 %~17 % kombiniert
Host-Only (ab Dez. 2025)15,5 %0 %15,5 % für Gastgeber

Wichtig für Software-Nutzer: Wer einen Channel ManagerSoftware die Kalender und Preise auf mehreren Buchungsplattformen synchron hält.Weiterlesen → oder PMS-Software (Property Management System) nutzt, war bereits ab 27. Oktober 2025 zur Host-Only-Fee verpflichtet. Alle anderen ab 1. Dezember 2025.

Wie wird die Gebühr berechnet?

Die 15,5 % werden auf die Buchungszwischensumme berechnet — also auf Übernachtungspreis plus Reinigungsgebühr, aber ohne lokale Steuern und Abgaben.

Rechenbeispiel: Du willst nach Abzug der Airbnb-Gebühr 100 Euro netto erhalten. Dann musst du 118,34 Euro als Listenpreis eingeben — Airbnb zieht 15,5 % (18,34 Euro) ab, du bekommst 100 Euro.

PositionBetrag
Listenpreis (3 Nächte à 100 €)300,00 €
Reinigungsgebühr60,00 €
Buchungszwischensumme360,00 €
Airbnb Host-Gebühr (15,5 %)− 55,80 €
Auszahlung an Gastgeber304,20 €

Split-Fee vs. Host-Only: Gleicher Nettobetrag?

Auf den ersten Blick klingt 15,5 % deutlich mehr als 3 %. Aber: Im alten Modell hat der Gast 14 % extra bezahlt, was die Gesamtlast auf 17–18 % anhob. Beim Wechsel auf Host-Only gilt:

Zielst du auf denselben Nettobetrag von z. B. 100 Euro: Im Split-Fee-Modell musste du 103,09 Euro ausschreiben (Host zahlt 3,09 €). Im Host-Only-Modell sind es 118,34 Euro (Host zahlt 18,34 €). Der Gast zahlt in beiden Fällen insgesamt etwa dieselbe Summe — nur die Verteilung zwischen Host und Gast hat sich geändert. Das Nettoeinkommen des Gastgebers kann identisch bleiben, wenn die Preise korrekt angepasst werden.

Preise anpassen: Rechenformel

Wenn du vom alten auf das neue Modell wechselst ohne Preiserhöhung, verlierst du ca. 10–18 % deines Einkommens. So passt du korrekt an:

  • Formel: Neuer Listenpreis = alter Listenpreis ÷ (1 − 0,155) × (1 − 0,03)
  • Einfacher: Listenpreis um ca. 14–15 % erhöhen
  • Konkret: Warst du bei 100 Euro/Nacht → jetzt 115 Euro/Nacht eingeben
  • PriceLabs-Forschung empfiehlt sogar +18 % für identisches Nettoeinkommen

Tipp: Nutze dynamische Preissoftware (PriceLabs, Wheelhouse) — die Anpassung erfolgt dann automatisch basierend auf Marktdaten.

Airbnb Provision steuerlich absetzen

Die gute Nachricht: Alle Airbnb-Servicegebühren sind steuerlich absetzbar — als Werbungskosten (Anlage VSteuerformular für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung – jährlich auszufüllen.Weiterlesen →) oder als Betriebsausgaben bei gewerblicher Vermietung. Das gilt für die 3 % im alten Modell genauso wie für 15,5 % im neuen.

Was du absetzt:

  • Airbnb-Servicegebühr (vollständig)
  • Anteilige Miete / Hypothekenzinsen für Vermietungszeitraum
  • Anteilige Renovierungs- und Instandhaltungskosten
  • Anteilige Nebenkosten (Heizung, Wasser, Gas)
  • Reinigungskosten

Wichtig: Freigrenze 520 Euro/Jahr. Unter dieser Grenze ist der Einnahmen-Betrag steuerfrei. Überschreitest du sie auch nur um 1 Euro, wird der gesamte Betrag steuerpflichtig (harter Cut-off, kein Freibetrag). Seit 1. Januar 2023 meldet Airbnb deine Daten automatisch über das Plattformensteuertransparenzgesetz an die Finanzbehörden.

Plattformen im Vergleich: Wer ist günstiger?

PlattformHost-ProvisionGastgebührGesamt
Airbnb (ab Dez. 2025)15,5 %0 %15,5 % für Host
Booking.com12–18 % + 1,4 % Zahlung0 %~15 % für Host
Vrbo / FeWo-Direkt5 % + 3 % Transaktion6–15 %8 % für Host
Expedia15–20 %0 %15–20 % für Host
HomeToGo3 % oder 15 %variabelbeide Modelle
Ferienhausmiete.de0 % + Jahresbeitrag0 %Fixkosten

Vrbo/FeWo-Direkt ist mit 8 % Hostprovision deutlich günstiger als Airbnb — hat aber eine kleinere Reichweite in Deutschland. Für ein nachhaltiges Modell lohnt sich die Kombination aus mehreren Plattformen.

Gibt es Rabatte für SuperHosts oder professionelle Hosts?

Nein — Airbnb bietet keine offiziellen Rabatte auf die Servicegebühr für SuperHosts oder professionelle Vermieter. Die 15,5 % gelten einheitlich. SuperHosts profitieren zwar indirekt durch höhere Auslastung und bessere Sichtbarkeit, aber die Gebührenstruktur bleibt identisch. Individuelle Konditionen sind theoretisch im Airbnb-Plus- und Luxe-Segment möglich, werden aber nicht öffentlich kommuniziert.

7 Strategien um die Provision zu kompensieren

  1. Preise korrekt anpassen: +14–15 % auf bisherige Listenpreise beim Wechsel auf Host-Only
  2. Dynamische Preissoftware nutzen: PriceLabs oder Wheelhouse passen Preise automatisch an Marktdaten an
  3. Multichannel-Distribution: Gleichzeitig auf Vrbo (8 %), Booking.com und Airbnb listen — breitere Streuung, geringere Abhängigkeit
  4. Direktbuchungsseite aufbauen: 0 % Provision — jede Direktbuchung ist 15,5 % gespart
  5. SuperHost-Status sichern: Höhere Auslastung kompensiert die Provision vollständig
  6. Alle Werbungskosten erfassen: Reinigung, Instandhaltung, Provision — vollständig als Steuerabzug nutzen
  7. Reinigungsgebühr optimieren: Eine realistische Reinigungsgebühr reduziert den Anteil der Provision an deiner Gesamteinnahme

Airbnb Provision auf dem Dashboard einsehen

In deinem Airbnb-Host-Dashboard findest du unter Zahlungen → Transaktionsverlauf jede einzelne Buchung mit dem genauen Abzugsbetrag. So behältst du den Überblick und hast alle Belege für die Steuererklärung auf einen Blick. Wichtig: Airbnb stellt dir nach Jahresende eine Zusammenfassung aller Einnahmen zur Verfügung — diese brauchst du für die Anlage V.

Häufige Fragen zur Airbnb Provision

Wie hoch ist die Airbnb Provision für Vermieter 2026?

Seit Dezember 2025 gilt für alle Gastgeber das Host-Only-Modell: 15,5 % auf die Buchungszwischensumme. Im alten Split-Fee-Modell zahlten Hosts nur ca. 3 %, Gäste ca. 14 % extra. Die Nettowirkung ist bei korrekter Preisanpassung identisch.

Wie kann ich meine Airbnb-Provision steuerlich absetzen?

Die Servicegebühr ist als Werbungskosten (§ 21 EStG, Anlage V) oder Betriebsausgaben vollständig absetzbar. Trage sie zusammen mit anteiliger Miete, Renovierung und Nebenkosten in deine Steuererklärung ein. Versteuert wird der Gewinn, nicht der Umsatz.

Gilt die 3 % Provision noch?

Nein. Das Split-Fee-Modell mit 3 % Hostgebühr + 14 % Gastgebühr wurde ab Oktober/Dezember 2025 abgelöst. Seitdem gilt einheitlich 15,5 % Host-Only für alle Gastgeber in Deutschland.

Ist Airbnb teurer als Booking.com für Vermieter?

Vergleichbar: Booking.com nimmt 12–18 % + ca. 1,4 % Zahlungsgebühr. Airbnb nimmt 15,5 %. Vrbo/FeWo-Direkt ist mit 8 % deutlich günstiger — hat aber eine kleinere Reichweite in Deutschland.

Was zahlen Airbnb-Gäste jetzt noch?

Im neuen Host-Only-Modell zahlen Gäste keine zusätzliche Servicegebühr mehr. Der angezeigte Preis in den Suchergebnissen ist bereits der Endpreis (plus lokale Steuern). Das erhöht die Transparenz und senkt Buchungsabbrüche.

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